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Kinder und junge Leute in Zähringen

Text in Leichter Sprache

In Zähringen leben über 1400 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Für sie gibt es Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendtreffs, Spiel- und Bolzplätze und zwei Schulen.

Sichere Wege für Kinder

Bericht aus der BZ vom 5.2.2019: Bei einem Vor-Ort-Besuch im Stadtteil Zähringen haben sich grüne Gemeinderätinnen und -räte mit dem Thema "Sichere Wege in Kita und Schule" beschäftigt und unter anderem mit Erzieherinnen und Eltern mögliche Lösungen für Probleme diskutiert. Auf dieser Basis hat die Fraktion nun in einem Brief an die Stadtverwaltung fünf Ideen vorgeschlagen, die die Zähringer Straße für Kinder sicherer machen sollen. Dazu gehören die folgenden Punkte: Auf der Zähringer Straße, an der acht Kindertagesstätten, eine Seniorenwohnanlage und ein Quartierstreff liegen, soll generell Tempo?30 eingeführt werden. Es wird vorgeschlagen, den bestehenden Übergang über die Zähringer Straße an der Einmündung der Hornusstraße für Fußgänger und Radfahrer umzugestalten, da unter anderem die Verkehrsinsel in der Mitte zu schmal sei, etwa wenn man mit Kinder-Radanhänger unterwegs ist. Komplett fehle bislang ein sicherer Übergang von der Straßenbahnwendeschleife Hornusstraße in Richtung Offenburger Straße. Da Offenburger und Rastätter Straße oft zugeparkt seien, was für Schulkinder die Übersicht verschlechtere, sollten dort Parkraumbewirtschaftung eingeführt, das Parken auf Gehwegen unterbunden und sichere Fußgängerüberwege geschaffen werden. Die letzte Anregung sieht vor, eine "Bannmeile für Autos vor Schulen" einzuführen – ein temporäres Auto-Fahrverbot vor Schulen, damit Kinder sicher zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad in die Schule gelangen. So könnte zum Beispiel mit versenkbaren Straßenpollern, die rund um Schulbeginn und Schulende ausgefahren werden, verhindert werden, dass Autos in dieser Zeit vor der Schule entlangfahren. Oberbürgermeister Martin Horn und die Stadtverwaltung werden von der Grünen-Fraktion um die "baldmögliche Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Entschärfung der beschriebenen Gefahrenstellen" gebeten.

Projekt Stadtteilerforschung - "Unterwegs in Zähringen" 

Kinder sind Experten in eigener Sache. Sie kennen sich oft bestens mit Flächen und Wegen aus, die für sie wichtig sind. Im Alter von 9 bis 10 Jahren erkunden Kinder ihren Stadtteil meist ohne Begleitung von Erwachsenen. Sie suchen beliebte Spielorte gemeinsam mit Freundinnen und Freunden auf. Dabei gehen sie ihre eigenen Wege und benutzen nicht unbedingt die vorhandenen Geh- und Radwege. Um ihre Gewohnheiten und die Orte, die für sie eine wesentliche Rolle spielen kennen zu lernen, hat das Kinderbüro in Kooperation mit Kind und Umwelt e. V. und der Lokalen Agenda „Nächste Generation“ das Konzept „Stadtteildetektive“ entwickelt.

Im Dezember 2007 wurde das Projekt „Unterwegs in Zähringen“ mit ca. 80 Grundschülerinnen und Grundschülern der dritten und vierten Klassen der Emil-Gött-Schule und der Tulla-Schule durchgeführt. Ziel des Projektes war, eine Bestandsaufnahme und -bewertung des Stadtteils Zähringen aus Kindersicht zu erhalten. In einer Vorbefragung gab jedes Kind u.a. an, wo es sich gerne draußen aufhält. Anschließend zogen die Kinder, ausgerüstet mit einem Fotoapparat, Zetteln, Stiften und einem Stadtteilplan, in Kleingruppen als Stadtteildetektive durch Zähringen und zeichneten ihre Schul- und Freizeitwege sowie die Orte ein, die sie besonders gerne bzw. gar nicht mögen und die sie gefährlich finden.

Am 20.2.2008 führten die Kinder Erwachsene (Vertreterinnen und Vertreter aus den Fachämtern, aus der Politik sowie aus den ansässigen Vereinen und Kinder- und Jugendeinrichtungen) durch den Stadtteil und zeigten ihnen unterwegs eine Auswahl an besonderen Orten und gefährlichen Stellen. Nach dieser Begehung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über alle Ergebnisse der Kinder in einer Ausstellung zu informieren. Anschließend wurde in einer gemeinsamen Konferenz überlegt, wie und welche Missstände und Gefahren behoben werden können. 

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